Freitag, 30. August 2013

Projekt Bye Bye - Woche 6 und 7 - Das gehört wirklich mir?

Ich war vor ein paar Tagen im Keller, mein Projekt bezieht sich ja auf meine gesamte Wohnung. Mein Keller ist nicht groß, man kann hineingehen, zwei Schritte nach vorne und muss sich dann schon umdrehen und wieder herausgehen. An der Wand ist ein simples Holzregal befestigt und dort habe ich mal so geschaut, was sich so im Laufe der Zeit angesammelt hat. Ich fand da tatsächlich einen größeren Karton, von dessen Inhalt ich absolut keine Ahnung hatte. Ihn zu öffnen war fast wie Ostern und zum Vorschein kamen Kabel. Eine ganze Menge verscheidener Computer- und Ladekabel. Ich habe keine Ahnung (mehr), wo ich die alle herbekommen habe. Wann hat sich das alles angesammelt? Wann habe ich den Karton das letzte Mal geöffnet? Auch eine Tastatur mit PS/2-Anschluss kam zum Vorschein ... dabei habe ich mir gerade vor ein paar Wochen eine externe USB-Tastatur für meinen Laptop gekauft ^^

Es ist schon irgendwie seltsam, was so ein Projekt zu Tage fördert. Sachen, von denen ich gar nicht weiß, dass ich sie habe. Was wird sich im Laufe des Jahres wohl noch alles anfinden? Ich habe auch schon wieder ein neues Paar Kopfhörer gefunden, das, ähm, keine Ahnung wie vielte. Und dabei verwende ich von meinen MP3-Playern nur einen einzigen und den auch nur für mein Musikkissen. Das ist schon irgendwie recht seltsam. Neben dem ganzen elektrischen Zeug, habe ich aber auch eine Menge Hühnergötter gefunden. Ich wohne an der Küste, Hühnergötter sollte nichts besonders sein. Aber ich wußte nie, dass ich nun ungefäh 25 solcher Steine hier in der Wohnung habe.

Hühnergötter 01

Ich habe auch ein paar alte Kassetten gefunden. Eine davon habe ich mit 13, 14, 15 rauf und runter gehört. Die Lieder kann ich heute noch textsicher mitsingen. Eine der anderen Kassetten ist unser damaliges Demo-Tape vom Orchester. Ist schon komisch sich das jetzt wieder anzuhören. Ich glaube, ich habe das mindestens acht Jahre nicht angehört. Meine Anlage hat zwar ein verstecktes Kassettendeck, aber ich habe da noch nie etwas mit abgespielt und brauchte auch ein paar Augenblicke, bis ich verstand wie sich die Blende öffnen lässt. Ist irgendwie schon peinlich ^^

In der Kassettenkiste lagen dann auch noch Notizzettel, die von meiner Schulpraktikumszeit 1996 stammen und ein paar Bleistifte aus meiner Ausbildungszeit um 2000. So langsam glaube ich, ich habe nicht so viel Zeug, weil ich so viel kaufe oder heranschaffe, sondern, weil sich hier offenbar kaum etwas in seinem eigentlichen Lebenszyklus aufbraucht. 17 Jahre alte Notizblöcke! Und ich kann die einfach nicht wegschmeißen, weil ich so einen kleinen Notizbuch- und -zettelfimmel habe. Ich brauch soetwas immer, da mir immer irgendwo etwas für meine literarischen Werke einfallen könnte. Und dann keinen Zettel und Stift dabei haben ist die Hölle.

Aber anstatt nur alten Sachen neu zu finden, habe ich natürlich auch weiter an meinem Projekt gearbeitet. Das ist ja der eigentlich Antrieb hinter meiner momentanen Schnüffelnase. Da ich in der vergangenen Woche keinen Post dazu geschrieben habe, habe ich in dieser Woche zwei Wochen zusammengepackt.


Die Zehensocken sind endlich im Müll gelandet. Ich mochte sie nicht wirklich gern und das endlich entstandene Loch war ein guter Anlass mich von ihnen zu trennen. Die Servietten sind bei meinen Eltern gelandet. Ich finde sie zwar wirklich süß anzuschauen, aber ich sitze an dem aktuellen Serviettenpacket schon über ein Jahr. Ich brauch die Dinger so selten. Spiegel und Spray sind wieder zwei Sachen, die ich meinen Eltern "untergeschoben" habe. Vielleicht haben sie dafür einen Gebrauch. Ich jedenfalls nicht. Der Pullover ist in die Kleidersammelstelle gekommen. Ich achte dabei immer darauf, dass der Container auch wirklich vom Roten Kreuz ist. Es stehen nämlich auch genügend Sammelcontainer von kommerziellen Sammlern herum. Und denen muss ich meinen Sachen nun ja nicht noch in den Rachen werfen. Die Klemme wanderte in den Müll. Ich habe keine Ahnung wo die anderen fünf davon verblieben sind. Wahrscheinlich schon vorausgegangen. Und die Deckel habe ich dem Tierheim in die Sammelbox geworfen. Sie sind gut geeignet für angefangene Futterdosen, aber bei mir haben sich mittlerweile auch schon zehn Deckel angesammelt.


In dieser Woche waren auch wieder mal ein Paar Kopfhörer dran. Ich wüßte wirklich gerne mal, wo die alle herkommen. Ständig finde ich neue Exemplare. Die beiden kurzen Hosen landeten ebenfalls in der Kleidersammlung. Die Bürste findet sicherlich ihren Platz in der Gartenwuselwelt meiner Mutter, vielleicht lässt sich damit leichter das Moos von den Töpfen putzen. Ich bin mal gespannt. Die Gläser sind ebenfalls bei meinen Eltern gelandet. Meine Mutter kocht immer irgendwas selbst, zur Zeit Marmelade. Da braucht sie solche kleinen Gläser oft. Und die kleine Tüte enthält Spielbälle, die ich am Wochenende in die Sammelbox vom Tierheim werfen werde. Und ich habe schon wieder so viel im Auge, was sich in die Reihe der aussortierten Dinge einreihen kann. Seltsam, früher wäre mir das alles gar nicht aufgefallen.

schönen Gruß =)




Kommentare:

  1. Magst du mir nicht ein paar Hühnergötter abgeben? Ich wünsche mir schon seit Jahren welche, hab aber noch nie welche gefunden.
    *liebguck*

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    1. Nachdem Du mich heute zum Huhn degradiert hast? Na, das muss ich mir aber noch überlegen ;)

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